In einem zweiten Teil von «Der Einstieg in die Berufswelt» erzählen uns zwei Lernende Fachfrauen Gesundheit (FaGe) der Kliniken Hirslanden und Im Park über ihren Start in die Berufswelt. Versetzen Sie sich mit uns zurück in Ihren ersten Arbeitstag und schwelgen Sie mit uns in Erinnerungen.

Jana Boric und Fabienne Schättin berichten uns in diesem Beitrag über ihre Eindrücke in den ersten Monaten ihres neuen Lebensabschnittes als Lernende FaGe.

Jana Boric, 17 Jahre, Lernende FaGe, Klinik Im Park

Wenn mich früher jemand nach meinem Berufswunsch gefragt hatte, konnte ich immer ganz stolz sagen: «Ich werde Krankenschwester!» Dass es den Beruf so eigentlich gar nicht mehr gibt, wusste ich damals noch nicht.

Lernende FaGe Hirslanden Klinik Im ParkIn der Sekundarschule fing ich damit an, mich mit der Suche nach dem richtigen Beruf zu beschäftigen, aber auch da war es klar, dass nichts ausser der Arbeit im Spital in Frage kam. Nach einiger Zeit entdeckte ich schliesslich den Beruf «Fachfrau Gesundheit», kurz «FaGe». Darauf schrieb ich die ersten Bewerbungen.

Über die Klinik Im Park wusste ich damals nicht viel, doch es zeigte sich von Anfang an, dass es genau der richtige Ort für mich ist. Vor meinem ersten Arbeitstag habe ich kaum geschlafen. Ich war unglaublich nervös und aufgeregt, denn ich wusste, jetzt würde ein neues Leben, mit neuen Menschen und vielen neuen Erfahrungen anfangen. Ich hatte Angst davor, irgendetwas falsch zu machen, denn mir war es sehr wichtig, dass die Menschen mich von meiner besten Seite sehen.

Die ersten Wochen in der Lehre waren sehr herausfordernd. Einerseits spannend, andererseits aber auch anstrengend, denn ich sah und hörte so viel Neues, dass ich abends das Gefühl hatte, mein Kopf würde platzen. Ich war jeweils so erschöpft, dass ich mich sofort ins Bett legte und bis zum nächsten Morgen durchschlief.

Nach einiger Zeit gewöhnte ich mich an alles und kannte mich einigermassen auf der Abteilung aus. Täglich kamen neue Begriffe dazu, die bisher fremd für mich waren, aber ich fand immer jemanden im Team, der mir alles erklären konnte. Ein gutes Team zu haben, macht die ganze Arbeit leichter, denn man kann miteinander reden und handeln. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man als Lernende ganz am Anfang seine wenigen Aufgaben hat und sonst nichts anderes tun kann. Der Anfang war sehr schwer, denn als Anfängerin durfte ich vieles nicht machen und konnte nur zuschauen. Das bedeutete, dass ich auch die Aufgaben erledigte, welche sonst niemand machen wollte. Das gehört dazu und wird auch nicht für immer so sein. Mit der Zeit kann man anfangen, selbstständig zu arbeiten und eigene Patienten zu betreuen.

Ich bin sehr glücklich mit dem Beruf, den ich ausgesucht habe, da ich sehr gerne mit Menschen arbeite und mich für den menschlichen Körper und dessen Krankheiten interessiere. Man muss im Vornhinein wissen, was in diesem Beruf auf einen zukommt, weil es leider nicht immer nur angenehme Sachen zu sehen gibt. Ich kann aber sagen, dass es auch schöne Momente gibt, die das eigene Leben verändern und in Erinnerung bleiben.

Der Beruf Fachfrau/-mann Gesundheit bringt viele positive und negative Eigenschaften mit sich. Man muss sich sicher sein, dass es der richtige Beruf für einen selbst ist. Es ist kein einfacher Job, doch wenn man sich gut informiert und man eine überlegte Entscheidung trifft, kann er letztlich sehr viel Freude bereiten.

Fabienne Schättin, 16 Jahre, Lernende FaGe, Klinik Hirslanden

Entgegen der Meinungen meiner Lehrer habe ich mich für die FaGe-Lehre (Lehre als Fachfrau/-mann Gesundheit) mit Berufsmaturität und nicht für das Gymnasium entschieden. Bis jetzt habe ich diese Entscheidung nicht bereut. Ich finde den Ausgleich zwischen Schule und Praxis spannend und abwechslungsreich. Heutzutage gibt es auch andere Möglichkeiten, sich auf höheren Stufen weiterzubilden (Studium). Eine solche Weiterbildung werde ich voraussichtlich in Betracht ziehen.

Lernende FaGe Klinik HirslandenZu Beginn waren es viele kleine Veränderungen, an welche ich mich gewöhnen musste: Zum Beispiel früher aufstehen, den ganzen Tag auf den Beinen sein, weniger Pausen, Zusammenarbeit mit verschiedenen Leuten (neues Umfeld), weniger Ferien etc. Die Eingewöhnungszeit dauerte bei mir ungefähr vier Monate (bis zu den ersten Ferien). Es war mir bewusst, dass es streng werden würde, aber erst mit der Zeit habe ich erfahren, wie es wirklich ist.

Die Zeit war und ist immer noch intensiv, doch nun sehe ich es mehr als meinen Alltag. Täglich lerne ich Neues und bereits heute begleite ich schon viele Schicksale. Einige Handlungen kann ich selbständig und in eigener Verantwortung ausführen, dadurch steigern sich mein Selbstbewusstsein und meine Motivation.

Ich bin froh, das anspruchsvolle Auswahlverfahren der Klinik Hirslanden bestanden zu haben. Man fühlt sich als Lehrling gut aufgehoben und professionell betreut. Der Kontakt zu den Betreuungspersonen kann jederzeit gesucht werden.

 

Mein Ausbildungsort unterstützt Lernende mit der Berufsmaturität, auch wenn man dabei viele Praxistage verliert. Die Berufsschule und der überbetriebliche Kurs bereiten uns Lernende mit Theorie gut auf die zahlreichen Anforderungen vor. Ich finde es super, dass man in der Klinik Hirslanden als FaGe-Lernende/-r jährlich die Station wechselt. So erhält man Einblicke in die verschiedenen Fachgebiete. Ich würde mich jederzeit wieder für diese Lehre in der Klinik Hirslanden entscheiden.

Lesen Sie auch unseren ersten Teil aus der Reihe «Der Einstieg in die Berufswelt»:

Erfahren Sie mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Hirslanden: