Für arbeitstätige Menschen mag es selbstverständlich sein: Aufstehen, zur Arbeit gehen, den aufgetragenen Job erledigen sowie den Umgang mit Kunden/Patienten pflegen und abends nach getaner Arbeit nachhause zurückkehren. Doch wie war das eigentlich, als man frisch die Schule abgeschlossen hatte und den ersten Arbeitstag bestritt?

Diese Frage beantworteten uns Martina Weisenhorn, Reina Kobler und Leandro Domingues, die drei KV-Lernenden des ersten Lehrjahres bei Hirslanden Zürich. Sie erzählen uns in diesem Beitrag über ihre Eindrücke der ersten Monate ihres neuen Lebensabschnittes.

Martina Weisenhorn, 16 Jahre, Guest Services

Der Einstieg in die Berufswelt war für mich eine grosse Umstellung. Am Ende meiner Schulzeit in der Sekundarstufe freute ich mich immer mehr auf meine KV-Lehre bei Hirslanden und auf den grossen Schritt in die Erwachsenenwelt. Im Voraus wusste ich bereits, dass ich in der Abteilung Guest Services starten werde, worauf ich ebenfalls gespannt war.

Als dann endlich der erste Tag gekommen war, war ich sehr aufgeregt. Meine Nervosität, das ungewohnte ständige Stehen an der Rezeption, das heisse Wetter und die Uniform, die die Hitze noch verstärkte, brachten mich in der Anfangsphase körperlich etwas an meine Grenzen. Dank meinem tollen Team lebte ich mich dann aber sehr schnell ein und bereits nach den ersten Wochen war ich im Alltag angekommen. Ich gewöhnte mich an das frühe Aufstehen wie auch das späte Nachhause kommen, fand die Umkleidekabine ohne nachzufragen und kannte mich schnell gut in der Klinik aus, was an der Rezeption sehr wichtig ist.

An der Lehre gefällt mir die Abwechslung zwischen der Schule und dem Praktischen. Ein markanter Unterschied zur Sekundarschule ist das Arbeiten in der Erwachsenenwelt. Dass man als Lernende auf einer anderen Ebene ernst genommen wird, hilft mir, mich persönlich weiterzuentwickeln. Ich darf jeden Tag weitere Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, wofür ich sehr dankbar bin.

Es wird einem erst in der Lehre bewusst, wie viel Freizeit man vorher hatte. Der nahe Weg zur Schule und auch das Mittagessen zuhause, welches man früher nicht geschätzt hat, vermisse ich ein bisschen. Auf der anderen Seite freut man sich als Lernende besonders, wenn man Ende des Monats wieder den Lohn erhält.

Natürlich verstehe ich, dass in so einem Betrieb auch viel Stress herrscht. Umso mehr schätze ich die Mitarbeitenden, die mir als Anfängerin Geduld entgegenbringen, auch wenn ich einmal jemanden beim Telefondienst falsch verbinde oder den Namen nicht auf Anhieb verstehe. Im Grossen und Ganzen kann ich sagen: Ich hatte einen super Einstieg in die Berufswelt, mit einem eher turbulenten Start und vielen spannenden Erlebnissen.

Reina Kobler, 16 Jahre, Stammdaten

Ich ging nie ungerne zur Schule, jedoch merkte ich, als es langsam dem Ende zuging, dass ich mich auf einen neuen Lebensabschnitt freute. Ich war also bereit für etwas Neues und hatte grosse Vorfreude auf die Lehre.

Als mein erster Arbeitstag dann endlich vor der Tür stand, war ich nervös und gleichzeitig erfreut. Ich nahm mir vor, früh zu Bett zu gehen, damit ich am nächsten Tag fit und bereit für meinen neuen Lebensabschnitt sein würde. Meinen Vorsatz konnte ich jedoch wie zu erwarten nicht in die Tat umsetzen, denn meine Aufregung war zu gross. Trotzdem war ich am nächsten Tag fit und startklar für den Anfang.

Mein erster Arbeitstag verging wie im Flug: Ich lernte meine Abteilung, meine Arbeitskollegen, meine Praxisausbildner sowie meine Mitlernenden kennen und dann war der erste Tag auch schon vorbei.

Die Einarbeitung war eine Herausforderung, da alles komplett neu war. Ausserdem bin ich ein Mensch, der schon beim ersten Mal alles selbständig und perfekt machen will. Ich erlaube mir auch nicht, Fehler zu machen. Das ist allerdings nicht die beste Voraussetzung für jemanden, der alles neu lernen muss. Mittlerweile ist mir aber bewusst, was meine Aufgaben sind und was ich zu tun habe.

Der entscheidende Unterschied im Vergleich zur Schule ist für mich die grosse Verantwortung, die ich auf einmal zu tragen habe. Es ist schön zu wissen, dass man eine Rolle spielt und dass die Arbeit einen Einfluss hat. Jedoch setzt es einen auch ziemlich unter Druck.

Es ist für mich etwas ganz Neues, immer die Jüngste zu sein. Darum musste ich mich an die Zusammenarbeit mit Erwachsenen recht gewöhnen. Die Interessen und Lebenserfahrungen unterscheiden sich sehr stark, was gewöhnungsbedürftig ist. Trotzdem fühle ich mich sehr wohl in meinem Team und bin äusserst zufrieden mit der Wahl, eine KV-Lehre bei Hirslanden zu absolvieren.

Leandro Domingues, 16 Jahre, Einkauf

Mein erster Tag in der Berufswelt war sehr spannend, denn ich durfte sehr viele neue Personen kennenlernen und mich mit ihnen unterhalten. Am ersten Tag wurde mir der Abteilungsleiter und sein Team vorgestellt. Er zeigte mir das Organigramm der Klinik und machte mit mir einen Rundgang. Meine Praxisausbildnerin war auch sehr nett und hinterliess einen freundlichen Eindruck.

In der Schule brauchte ich etwas Zeit, um mich an die neue Klasse zu gewöhnen und die Mitschüler kennen zu lernen. Nach einigen Monaten fühle ich mich mittlerweile ganz wohl, auch mit den Lehrern und Praxisausbildnern und mit den Erwachsenen in unserer Klasse und im Betrieb. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, weil ich sehr viel von den anderen lernen kann. Trotzdem machte ich zu Beginn sehr viele Fehler, aber das ist normal, wenn nicht sogar sehr wichtig, denn nur aus Fehlern lernt man.

Ich bin sehr froh, ein Mitglied des Einkaufsteams zu sein. Gerade am Anfang ist es sehr wichtig, ein zuverlässiges und treues Team zu haben, in dem man sich so geborgen wie in einer Familie fühlen kann.

Erfahren Sie mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Hirslanden: