Der Winter ist da und mit ihm der kalte Wind und auch das Risiko, sich zu erkälten und Viren einzufangen. Das Abwehrsystem von Babys ist noch nicht so ausgeprägt wie bei einem erwachsenen Menschen. Da kann es gut sein, dass sich Ihr Kleines einen Schnupfen einfängt. Eine verstopfte Nase ist ein mühsames und ermüdendes Gefühl für das Baby und kann dadurch auch sein Essverhalten beeinflussen. Mit unseren fünf Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie die verstopfte Nase Ihres Babys behandeln können.

Austrocknen vermeiden

Seien Sie darum besorgt, dass Ihr Baby genügend trinkt, damit die Schleimhäute weniger austrocknen. Bei trockenen Lippen hilft der Klassiker Vaseline.

Nasentropfen verwenden

Diese erhalten Sie rezeptfrei. Sie können Ihr natürliches Hausmittel aber auch selbst herstellen: Lösen Sie ¼ bis ½ Teelöffel Salz in zwei Tassen warmem Wasser. Geben Sie ein bis drei  Tropfen der noch lauwarmen Salzwasserlösung vorsichtig in jedes Nasenloch, immer eins nach dem anderen, und wischen Sie den herauskommenden Schleim mit einem warmen, feuchten Tuch ab. Bei verkrustetem und hartem Nasenschleim vermeidet ein feuchter Baumwolltupfer eine Rötung und Reizung der Haut.

Sauger verwenden und vorsichtig auf den Rücken klopfen

Da Babys nicht «schneuzen» können, verwenden Sie eine Ballspritze oder einen Nasensauger, die Sie in der Apotheke erhalten – nach der Verwendung unbedingt reinigen. Klopfen Sie Ihrem Kind vorsichtig auf den Rücken, um den Schleim zu lösen.

Feuchtigkeit erhöhen

Wenn Sie keinen Luftbefeuchter für das Zimmer des Babys besitzen, hilft es auch, wenn Sie feuchte Tücher aufhängen oder für eine kurze Zeit in ein dampfiges Badezimmer gehen.

Wann zum Arzt?

Manchmal ist eine laufende Nase nicht so schlimm, sondern nur eine Art des Körpers, Reizstoffe loszuwerden. Dann ist die Behandlung zu Hause völlig ausreichend. Doch kommt zur verstopften Nase noch Husten dazu, der über mehrere Tage anhält, oder tritt gelb-grauer Nasenschleim aus, handelt es sich möglicherweise um eine Infektion, die behandelt werden muss. Bedenken Sie, das Husten- und Erkältungsmedizin für Kinder unter vier Jahren schädlich sein kann, deshalb also bitte keine Selbstmedikation mit rezeptfreien Präparaten.

Ausserdem sollten Sie den Arzt aufsuchen, wenn Ihr Kind Fieber hat. Doch ab wann? Die Körpertemperatur schwankt zwischen 36,5 °C und 38,0 °C. Messen Sie die Temperatur Ihres Babys mit einem Rektalthermometer. Ab einem Wert von 38.5 °C spricht man von Fieber. Kontaktieren Sie dann bitte Ihren Kinderarzt. Bei Säuglingen im Alter von wenigen Monaten zögern Sie nicht, den Kinderarzt auch schon anzurufen, wenn die Temperatur gegen 38° C steigt, damit er Sie am Telefon beraten kann, ob bereits ein Arztbesuch angezeigt ist.