Laura Krhla, Morena Orsi und Alessia Leonetti sind im zweiten Lehrjahr bei Hirslanden Zürich. Die Klinik Hirslanden und das Hirslanden Corporate Office arbeiten in der KV-Ausbildung eng zusammen, sodass die KV-Lernenden auf dem Platz Zürich sowohl den Klinikalltag als auch die Aufgaben des Corporate Offices kennenlernen. Laura, Morena und Alessia arbeiten momentan alle drei im Corporate Office in verschiedenen Abteilungen.

Laura ist mit ihren 23 Jahren die älteste der KV-Lernenden, da sie bereits die Matura gemacht hatte und an der Universität Zürich angefangen hatte zu studieren, bevor sie mit der KV-Lehre begann. Die KV-Lehre war für sie schon immer eine zweite Option, welche sie im Hinterkopf hatte. Als sie merkte, dass die Uni nicht der richtige Weg für sie war, war für sie schnell klar, dass sie eine kaufmännische Lehre machen wollte.

Wie sieht ein «normaler» Arbeitstag bei euch aus? Was für Aufgaben erledigt ihr?

Laura: Morgens besprechen wir im Fakturierungsteam, welche Fachgebiete und Daten ich abrechnen soll; gemäss Besprechung rechne ich dann entweder Radiologie, Notfall oder Anästhesiesprechstunden ab. Sobald die Fakturierung abgeschlossen ist, frage ich meine Praxisausbildnerin, welche Aufgaben ich übernehmen kann. Dazu gehören Rechnungen Stornieren, Bearbeiten von Rückweisungen, Leistungserfassungen, Kontrolle von Laborleistungen anhand eingegangener Rechnungen, Honorarerfassungen und selbstständige Arbeiten für überbetriebliche Kurse oder die Schule.

Morena: Die typischen Aufgaben in der Personalabteilung sind Eintritte, Austritte und Vertragsänderungen. Es gibt natürlich noch viele andere Dinge, wie zum Beispiel einen unbezahlten Urlaub zu bestätigen und Zeugnisse zu schreiben. Jeder Tag verläuft anders ab und das macht die Arbeit abwechslungsreich und spannend.

Alessia: In der Abteilung Beschaffung und Logistik (Stammdaten) fange ich meistens morgens um 7.20 Uhr an. Ich checke die E-Mails im Abteilungsposteingang und drucke die Erfassungsblätter für Artikel, welche sich über den Abend / über die Nacht angesammelt haben, aus dem SAP. Diese Erfassungen werden danach kontrolliert und erfasst oder abgelehnt mit der Begründung, warum der Artikel abgelehnt wurde. Neben diesen Erfassungen betreue ich weiterhin den Abteilungsmailaccount , wo verschiedene Anfragen/Aufgaben zu Artikelanpassungen (Preise, Rabatte, Stückzahl etc.), Kreditoren/Debitoren (Eröffnen, Kopieren, Anpassungen) usw. zusammentreffen. Ist mir etwas nicht klar, hole ich mir Hilfe bei meiner Praxisbildnerin, Arbeitskollegen oder beim Lieferanten des Artikels. Da ich früh anfange zu arbeiten, kann ich je nach Arbeitsanfall bereits um 16.15 Uhr gehen.

Welche Abteilung ist eure Lieblingsabteilung bisher und wieso?

Laura: Meine Lieblingsabteilung ist bisher die Beschaffung und Logistik (Stammdaten), weil die Aufgaben sehr abwechslungsreich waren und man mit viel Genauigkeit arbeiten musste. Ich konnte mir in dieser Abteilung ausserdem sehr viel medizinisches Wissen aneignen. Das Stammdaten-Team ist im Schnitt sehr jung; deshalb fühlt man sich dort als Lehrling sofort dazugehörig und aufgehoben. Das Verhältnis untereinander ist eher freundschaftlich und nicht so «ernst».

Morena: Meine Lieblingsabteilung ist die Kostengutsprache, da ich in dieser Abteilung viel Kontakt hatte mit anderen Leuten, wie zum Beispiel Patienten und Versicherungen. Mir hat die Arbeit sehr viel Freude bereitet, da ich selbstständig arbeiten konnte und ich viele neue Sachen gelernt habe. Das Team unterstützte mich bei allen Fragen und Unklarheiten. Ich konnte in dieser Abteilung viele Erfahrungen sammeln, da ich oft am Telefon war oder Aufträge erledigen durfte.

Alessia: Die Personalabteilung ist meine Lieblingsabteilung, weil mir das Aufgabengebiet sehr gefallen hat. Es ist ein guter Mix zwischen der Arbeit am Computer und dem Kontakt zu den Mitarbeitenden. Die Aufgaben sind sehr vielseitig, was den Arbeitsalltag spannend macht.

Wieso habt ihr euch für die kaufmännische Lehre entschieden?

Laura: Es ist eine solide Grundausbildung und bietet die Möglichkeit, sich in sehr viele verschiedene Richtungen weiterzubilden.

Morena: Ich habe mich für eine kaufmännische Lehre entschieden, weil mich die Arbeit am Computer sehr interessiert und ich gerne mit anderen Leuten zusammenarbeite. Eine kaufmännische Lehre bietet mir danach auch viele verschiedene Möglichkeiten und es stehen praktisch alle Wege offen.

Alessia: Es ist eine gute Grundbildung, auf der man sich auf einem grossen Arbeitsgebiet weiterbilden kann. Durch zahlreiche Schnupperlehren in meiner Schulzeit konnte ich mich in dieser Ausbildung am meisten wiedererkennen und bereue diesen Entscheid nicht.

Wie seid ihr auf Hirslanden gestossen? Zufall, Familie, Freunde, Jobportal?

Laura: Von Hirslanden als Klinikgruppe habe ich von Freunden und Bekannten schon früher öfters gehört. Auf die KV-Lehre bei Hirslanden bin ich durch das Lehrstellenportal Lena gestossen.

Morena: Ich bin ebenfalls durch Lena auf Hirslanden gestossen.

Alessia: Meine Mutter wie auch meine Schwester arbeiten bei Hirslanden, jedoch in verschiedenen Funktionen. Da die beiden mir stets Positives über die Arbeit bei Hirslanden erzählt hatten, wollte ich mich ebenfalls davon überzeugen lassen.

Was gefällt euch an der Ausbildung Kauffrau am besten?

Laura: Am besten gefällt mir bei Hirslanden, dass wir sehr viele verschiedene Abteilungen besuchen können, und somit den ganzen Spitalbetrieb gut kennenlernen. Es hilft auch, sich zu entscheiden, in welche Richtung man später gehen will.

Morena: Ich finde es toll, dass wir die Möglichkeit haben, immer wieder die Abteilungen zu wechseln. Somit kriegen wir viele Einblicke in die Berufswelt.

Alessia: Dass man einen Einblick in verschiedene Abteilungen hat. Man bleibt pro Abteilung jeweils für ein halbes Jahr, was meiner Meinung nach eine gute Zeitspanne ist. Man erhält so einen tiefen Einblick in die Arbeiten der jeweiligen Abteilungen, kann aktiv mitarbeiten und so seine Leistung unter Beweis stellen. Ebenfalls gefällt mir, dass man auch mit den anderen Lernenden einige Aktivitäten unternimmt. Beispielsweise haben wir pro Jahr einen «Social Day», an dem wir KV-Lernenden uns sozial an einem Projekt beteiligen, und noch einen Ausflug, an dem alle Lernenden von Hirslanden Zürich etwas unternehmen.

Wie habt ihr euch seit Anfang der KV-Lehre entwickelt?

Laura: Ich konnte meine Stärken und Schwächen in der Lehre bewusster wahrnehmen und an den Schwächen arbeiten. Ich weiss jetzt, wo ich mich selbst in der Zukunft sehe.

Morena: Da ich direkt nach der Sekundarschule die Lehre bei Hirslanden gestartet habe, war für mich alles komplett neu. Ich konnte bis jetzt schon sehr viele Erfahrungen sammeln und freue mich auf viele weitere spannende Erlebnisse und Herausforderungen.

Alessia: Ich wurde allgemein zuverlässiger und bin auch reifer geworden. Der Umgang mit Kunden etc. ist am Anfang vielleicht eine Hürde, da man noch verunsichert ist, vor allem am Telefon, aber man lernt schnell, wie man richtig kommunizieren muss.

Was gefällt euch am Arbeitgeber Hirslanden am besten?

Laura: Die Unternehmung ist in ständigem Wandel, das ganze Arbeitsumfeld ist sehr flexibel und dynamisch. Hirslanden kümmert sich gut um die Mitarbeitenden und bietet viele Herausforderungen und Aufstiegschancen für engagierte Mitarbeitende.

Morena: Hirslanden ist ein grosser Arbeitgeber und bietet dir danach auch die Möglichkeit, dich weiterzubilden. Zudem gibt es einige «Fringe Benefits». Zum Beispiel werden die Schulbücher bezahlt, was ich ein grosses Entgegenkommen gegenüber den Lernenden finde. Mitarbeitende haben auch verschiedene Vergünstigungen, von denen man super gut profitieren kann.

Alessia: Man hat sehr viel Abwechslung, da man für alle Hirslanden-Kliniken arbeitet. Obwohl Hirslanden ein grosser Betrieb ist, kennt man viele Leute und es herrscht dennoch ein, meiner Meinung nach, familiäres Klima. Man wird ernst genommen und kann jederzeit Anregungen anbringen.

Autorin: Chantal Giger, KV Lernende 3. Lehrjahr

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