Gedanken zur Ernährung vor und nach der Geburt des Babys kennt wohl jede (werdende) Mutter. Und was soll danach die erste feste Nahrung fürs Baby sein? Rahel Schneider lässt uns an ihren Gedanken teilhaben. Für sie steht fest: Wo immer möglich kommt Bio-Qualität auf den Tisch.

Ernährung während der Schwangerschaft

Bereits in der Schwangerschaft habe ich mir viele Gedanken zur Ernährung gemacht. Ich glaube, das ist auch ganz normal so, da wir werdenden Mütter ja auf einige Nahrungsmittel verzichten müssen bzw. sollten, um das ungeborene Kind nicht zu gefährden. Alkohol in der Schwangerschaft ist so ein Beispiel und war für mich im Vorhinein bereits ein klares No-go. Doch dass ich beispielsweise auch auf Sushi verzichten musste, war mir erst neu. (Mehr zum Thema Ernährung während der Schwangerschaft findet ihr auch bei swissmom).

Dann kam bei mir zu Beginn des dritten Trimesters das unsäglich mühsame saure Aufstossen hinzu. Was mich nach reichlicher Recherche dazu bewogen hat, mich während der letzten Monate der Schwangerschaft basisch zu ernähren. Das saure Aufstossen bekam ich damit zwar nicht weg, aber ich fühlte mich dabei wirklich besser und habe während der letzten Schwangerschaftswochen nicht Unmengen an Gewicht zugelegt.

Ernährung während der Stillzeit

Doch wer nun glaubt, das Thema Ernährung höre mit der Geburt des Kindes auf, hat sich – so wie ich damals – geirrt. Denn mit der Geburt des Kindes fängt es erst richtig an. Nun stellt man sich nämlich die Frage, was man denn essen darf, wenn man stillt. Hierbei scheiden sich die Geister. Es gibt das Lager, welches sagt, dass das Essen keinen Einfluss auf die Muttermilch hat, und dann gibt es jene, die das Gegenteil behaupten. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Ernährung sehr wohl einen Einfluss hat auf die Muttermilch und somit auch auf das gestillte Kind. So löste zum Beispiel Lauch bei Nia starke Bauchkrämpfe aus. Und ich hatte das Gefühl, dass die Liste mit den Nahrungsmitteln, die ich während des Stillens nicht essen sollte, noch länger war, als jene für die pränatale Phase.

Erste Happen fürs Baby

Und überhaupt, ab welchem Alter kann mein Kind selber erste Happen essen? Mit was beginne ich? Was geht gar nicht für Babys und Kleinkinder? Worauf muss ich achten?

Ich durchforstete das Web nach Ideen und Erfahrungsberichten und stiess auf Pinterest auf einige Rezepte und witzige Tipps und Tricks. Minuziös bereitete ich frische Gemüsebreichen vor, versuchte, unterschiedliche Zutaten zu mixen, und testete, was Nia schmeckte und was nicht. Was für mich stets klar war: Alle Zutaten sind bio.

Konventionell hergestellte Nahrungsmittel oder Bio-Qualität – spielt das überhaupt eine Rolle?

Ein Selbstversuch von vier Kassensturzmitarbeitern des Schweizer Fernsehens bestätigte mir, was ich bereits intuitiv vermutet hatte: Pestizide sind nach dem Verzehr von konventionell hergestellten Nahrungsmitteln in unserem Urin nachweisbar (Kassensturz -Video zum Selbstversuch). Das heisst für mich, dass sich diese giftigen Substanzen auch in unserem Körper festsetzen. Ich gehe davon aus, dass solch giftige Stoffe gerade die Babys in unserem Bauch, Neugeborene und Heranwachsende viel stärker belasten als uns Erwachsene, weshalb ich mich stets für bio entschieden habe.

Doch die Entscheidung, ob konventionell hergestellte Nahrungsmittel oder Nahrungsmittel mit Bio-Qualität auf den Tisch kommen, muss jeder für sich selbst treffen. Persönlich achte ich nicht nur bei dem, was wir verzehren, auf die Herstellung bzw. die Inhaltsstoffe, sondern auch bei Kosmetika, Wasch- und Putzmittel. Auch hier können Inhaltsstoffe verarbeitet sein, welche Allergien auslösen können, deren Langzeitwirkungen noch nicht ausreichend getestet wurden oder die unsere Umwelt sehr stark belasten.

Was kommt bei euch und euren Kindern auf den Tisch? Setzt ihr auf bio oder nicht? Ich bin gespannt auf eure Ausführungen!