Gerade weil Säuglinge und Kleinkinder nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden sollten, kann es zu einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin D kommen. Um dem entgegenzuwirken und ernsthafte Krankheiten zu vermeiden, wird dem Säugling während des ersten Lebensjahres Vitamin D verabreicht. Insbesondere während den Wintermonaten, in denen die Sonne in Europa zu wenig stark scheint, ist dies sehr wichtig.

Wir Menschen bilden den grössten Teil (90%) des benötigten Vitamin D über die Haut, die restlichen 10% nehmen wir über die Nahrung auf. Dazu benötigen wir die direkte Sonneneinstrahlung (siehe dazu auch meinen Beitrag zum Thema „Sommer – Sonne – Sonnencrème ?“). Bisher wurde angenommen, dass Vitamin D ausschliesslich der Knochenstärkung dient, doch heute ist man davon überzeugt, dass sich eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr zusätzlich positiv auf die Muskulatur auswirkt und Krankheiten vorbeugt.

Vitamin D gegen Rachitis

Vitamin D wird den Säuglingen ab der zweiten bis fünften Woche täglich verabreicht, um eine Rachitis zu vermeiden. Rachitis ist eine Erkrankung der wachsenden Knochen. Sie wird durch eine Vitamin-D-Stoffwechselstörung ausgelöst oder durch eine mangelnde Calciumaufnahme durch die Nahrung verursacht. Sie zeigt sich durch schlimme, bleibende Knochenverformungen (Knochenerweichung, Wirbelsäulenverkrümmung oder verformte Beine). Gleichzeitig ist meist auch die Zahnentwicklung und  Zahnmineralisierung gestört (verzögerter Zahndurchbruch oder Karies).

1x täglich zum Frühstück

Von meinem Kinderarzt erhielt ich bei der ersten Kontrolle ein Fläschchen mit Vitamin D auf Alkoholbasis. Ich war etwas perplex darüber, dass ich meinem Kind Alkohol verabreichen soll – und das auch noch täglich. Oftmals sind Eltern diesbezüglich verunsichert, doch in einer simplen Banane steckt mehr Alkohol als in der zu verabreichenden Dosis.

Zu Beginn flösste ich ihr die Tropfen mit Muttermilch ein. Ich träufelte also ein paar Tropfen Muttermilch auf einen Löffel, fügte die verschriebene Menge Vitamin D hinzu und schwups, ab in den Mund damit. Ich fand dies ziemlich umständlich und auch die Kleine mochte die Prozedur nicht sonderlich, da sie den Alkohol bemerkte. Dazu kam, dass meine Kleine während den ersten Monaten Koliken hatte und sich ihre Bauchschmerzen nach der Einnahme der Tropfen verschlimmerten. So stellte ich um auf Vitamin D auf Ölbasis. Diese Tropfen bekamen ihr viel besser und sind geschmack- und geruchlos. Heute bekommt sie jeden Morgen mit ihrem Frühstücksbreichen ihre Tagesration Vitamin D.

Empfohlene Dosierung unbedingt einhalten

Die vom Arzt verschriebene Dosis sollte in keinem Fall überschritten werden. Vitamin D kann nicht als Vorrat im Körper angelegt werden. Eine zu hohe Tagesdosis kann schädlich sein.