Jahresarbeitszeitmodelle und flexible Arbeitszeiten können auch in Kliniken und Spitälern funktionieren. Die Hirslanden Klinik Birshof zeigt auf, wie dies gelingen kann.

Die Hirslanden Klinik Birshof hat in den letzten drei Monaten 18 neue Stellen geschaffen. Vor allem in den Bereichen Operationssaal, Pflege und Therapie sind durch den Ausbau des Spitals neue Plätze geschaffen geworden. «Wir sind derzeit auf der Sonnenseite. Das erzeugt eine optimistische und motivierende Stimmung», sagt Igor Batarelo, HR-Bereichsleiter der Klinik.

Auch im Spital funktioniert die 42-Stundenwoche

Die Hirslanden Klinik Birshof ist spezialisiert auf Orthopädie. Sie ist eine der führenden Kliniken für den Bewegungsapparat in der Region. Diese Fokussierung bringt einen ganz wesentlichen Vorteil mit sich: «Obwohl wir eine orthopädische Notfallstation betreiben, die allen Patientinnen und Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates das ganze Jahr und rund um die Uhr zur Verfügung steht, ist bezüglich unserer Arbeitszeit vieles planbar», erklärt Batarelo. Zwar herrscht in der Orthopädie im Herbst und Winter Hochsaison, doch dank des Jahresarbeitszeitmodells kann im Sommer kompensiert werden. Über das ganze Jahr gesehen kann dadurch die Einhaltung einer 42-Stundenwoche garantiert werden.

Diese für die Gesundheitsbranche untypischen Arbeitszeiten erlebt das Personal als sehr angenehm. Sie lassen Beruf und Privatleben leichter vereinbaren. Vielleicht arbeiten deshalb 70% der Birshof-Belegschaft Teilzeit; zudem sind auch sieben von zehn Mitarbeitenden Frauen. «Die kleine Grösse unseres Spitals ist natürlich ein weiterer Trumpf», sagt Liliane Frei, Marketing-Leiterin des Spitals. Hier sei ein familiärer Arbeitsumgang möglich: «Die Nähe, die Empathie zulässt, schätzen gerade Personen in Gesundheitsberufen sehr».

Vielseitige Aus- und Weiterbildung

Im Branchenvergleich tiefe Fluktuation und hohe Zufriedenheitswerte in der Mitarbeiterumfrage sprechen für sich. Dennoch muss auch die Klinik Birshof in einzelnen medizinischen Berufen ihre Mitarbeiter in einem engen Arbeitsmarkt sehr aktiv suchen. Dies ist primär dem Personalausbau des Hauses geschuldet. Ein Argument überzeugt Pfleger, Therapeuten und Ärzte aber immer häufiger, die Klinik Birshof als Arbeitgeber zu wählen: deren Einbindung in die Hirslanden-Gruppe.

Anders als die Klinik Birshof, die auf Orthopädie fokussiert ist, deckt Hirslanden in ihren 15 Kliniken schweizweit alle medizinischen Fachgebiete ab. «Unser Personal schätzt es sehr, auch in andere Fachbereiche hineinzuschauen», sagt Igor Batarelo. «Wissenstransfer zwischen den Kliniken und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind bei uns Alltag», bestätigt Anne Forster, Projektleiterin Personalmarketing in der Gruppe. Das beginnt in der Berufsbildung: Die Hirslanden Kliniken schulen 770 Lernende oder Studierende. Dazu gehört auch, dass sie mobil sind und während der Ausbildung an verschiedenen Orten arbeiten.

Gemeinsames Netzwerk aus 15 Kliniken nutzen

Vorteile bringt die Zugehörigkeit zu Hirslanden auch in puncto Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung. «In einer Gruppe mit 15 Kliniken und 7’800 Beschäftigten ergeben sich für ambitionierte Talente natürlich ganz andere Perspektiven», so Igor Batarelo.

Tatsächlich hat die Privatklinikgruppe ein strukturiertes Förderkonzept entwickelt, das über drei Karrierepfade nach oben führt: die Führungs-, die Bildungs– und die Fachkarriere. «Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Pflegefachperson HF ist bei uns noch nicht Schluss, dann beginnt erst die Berufskarriere », sagt Forster. Besonders auf dem Weg der Fachkarriere, auf dem Fachwissen in einem Spezialgebiet zu Experten- wissen fortgebildet wird, kann Hirslanden viele Stufen und Stellen anbieten. Aber auch in der Bildungskarriere, die zu einer Position als Betreuer von Auszubildenden führt, hebt sich das Angebot ab. Die Hirslanden-Gruppe investiert in Bildung und Weiterentwicklung 4,2% der Lohnsumme – ein Spitzenwert.