Unsere beiden HR Mitarbeitenden Cyra und Dario haben einen Tag lang sozusagen den Bürostuhl mit dem Operationssal getauscht. Hier erfahren Sie, was die beiden für interessante Eindrücke von diesem speziellen „Seitenwechsel“ mitgenommen haben.

Statt den Tag in den gewohnten Büroräumlichkeiten zu starten, durften Cyra und ich heute einen halben Tag lang die Operationsabteilung der Klinik Hirslanden besuchen. Treffpunkt war die Rezeption um 08.00 Uhr morgens. Wir waren froh, durften wir «so spät» unseren Dienst antreten, denn für das Pflegepersonal beginnt der Tag normalerweise schon um 07.00 Uhr früh. Empfangen wurden wir vom Abteilungsleiter Bekim Qerimi.

7 Mitarbeitende für 1 Patienten

Der Rundgang startete in den Mitarbeitergarderoben. Dort durften wir in die Arbeitskleider des OP-Personals schlüpfen. Bereit die sterilen Operationssäle zu betreten, machten wir uns auf den Weg in die für uns ungewöhnlichen Räumlichkeiten. In allen OP-Sälen herrschte reger Betrieb. Laut Herrn Qerimi ist jeder Saal fast täglich ausgebucht. Auffällig ist auch der hohe Personalbedarf pro Patient. Denn während sich auf der Bettenstation eine Pflegende um vier Patienten kümmert, benötigt die Versorgung eines Patienten auf dem Operationstisch bis zu sieben Mitarbeitende.

Cyra und Dario

Cyra und Dario

Einer der modernsten Operationssäle der Welt

Vor allem zwei Operationssäle stachen bei dieser der Besichtigung ins Auge: Zum einen der Da-Vinci-Saal, der über einen Roboter verfügt, mit welchem selbst kleinste Tumore entfernt werden können, und zum anderen der Hybrid-Operationssaal, welcher als einer der modernsten Räume der Welt gilt.

Im Anschluss führte uns Herr Qerimi durch die Sterilisationsabteilung, in der die Instrumente gereinigt und gelagert werden. Bei der Verwaltung der Werkzeuge wird auch penibel darauf geachtet, dass genau so viele Instrumente den Operationssaal verlassen, wie ihn auch betreten haben. Somit wird unter anderem sichergestellt, dass keine Messer und ähnliches im Patienten «verloren» gehen.

Rundgang durch alle Abteilungen

Weitere Etappen des Rundganges bildeten die Büros der Station und die Tagesklinik, welche die Patienten am selben Tag wieder verlassen. Zum Schluss besichtigten wir den Aufenthaltsraum des Personals. Hier wird den Mitarbeitenden täglich ein reichhaltiges Frühstück und mittags verschiedene Suppen geboten. Dort durften wir uns stärken, bevor wir den Höhepunkt des Tages miterleben durften: eine Operation am offenen Herzen.

Und wo genau ist jetzt das Herz?

Als wir den Operationssaal betraten, waren der Thorax und auch das Herz schon weit geöffnet. Um dem medizinischen Personal nicht in die Quere zu kommen, mussten wir die Operation zwar über einen Bildschirm verfolgen, durften jedoch im selben Raum sein. Ohne medizinische Kenntnisse war es sehr schwer, die einzelnen Organe identifizieren zu können. Auch das Herz selber war durch eine Fettschicht bedeckt und nicht gut zu erkennen. Das Ziel dieser Operation war es, dem Patienten eine neue Herzklappe einzusetzen. Es war faszinierend zu beobachten, wie fingerfertig die Chirurgen bei diesem Eingriff sein müssen, wird die Prothese doch von Hand mit Nadel und Faden eingenäht. Die Operation selber war schnell vorbei. Am Ende wurden alle Instrumente, vom Skalpell bis zum Tupfer, genauestens abgezählt, um das erwähnte Risiko auszuschliessen.

Diese Operation beendete unseren Schnuppertag in der Klinik Hirslanden. Der Morgen auf der Abteilung war sehr interessant und wir durften einen kurzen aber sehr guten Einblick in den Alltag des Klinikpersonals erhalten. Für diese Erfahrung bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligten und besonders bei Herrn Bekim Qerimi.