Säuglinge sind wenig wählerisch, wenn es um die Freizeitgestaltung geht. Ob Schuhladen, Restaurant oder Supermarkt: Das Rahmenprogramm spielt fast keine Rolle – Hauptsache der Nachwuchs kriegt genug Aufmerksamkeit.

Grundsätzlich kann man Säuglinge überall hin mitnehmen. Es macht allerdings nicht in jedem Falle Sinn, weil man mit einem Säugling immer viel Gepäck dabei hat: Windeln, Ersatzkleider, Schoppen, ein Lätzchen, Spielsachen und andere Babyutensilien füllen schnell eine Reisetasche. Im Winter nimmt der Umfang der Kleider sogar noch zu. Vergisst man dabei den Schnuller, kann ein Ausflug auch schnell mal sehr stressig werden. Es empfiehlt sich deshalb, niemals überstürzt aus dem Haus zu gehen. Lieber noch mal eine Minute innehalten und kontrollieren, ob die wichtigsten Utensilien eingepackt sind.

Dankbare Begleiter

Ist das Reisezubehör komplett, kann es auch schon losgehen. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wohin die Reise gehen soll und ob man sein Kleines überhaupt mitnehmen kann. Einem dreimonatigen Baby ist es egal, ob Sie in den Zoo gehen oder zwei Stunden im Quartier herumlaufen, ob Sie im Baumarkt Werkzeug kaufen oder sich mit Freunden treffen. Solange Sie sich genügend an der frischen Luft bewegen und sich ab und zu mit ihm beschäftigen, ist die Welt in Ordnung. Gerade die der zweite Punkt kommt aber oft zu kurz, wenn Sie das Kind quasi beiläufig mitnehmen. Daher kann es durchaus Sinn machen, wenn das Ziel «kindgerecht» ist. Im Baumarkt werden Sie das Baby kaum aus dem Wagen nehmen und ihm die verschiedenen Werkzeuge zeigen. Im Zoo werden jedoch selbst den Kleinsten die Elefanten gezeigt.

Besorgungen mit Ausflug verbinden

Oft ist es auch nicht abwegig, das Baby an Orte mitzunehmen, die sich vermeintlich nicht als Kinderausflugsorte eignen. Wieso das Baby zu Hause bei der Mutter lassen, wenn Sie ein Buch oder eine CD kaufen gehen? Natürlich interessiert sich das Kleine weder für Bücher noch für CDs, doch geniesst es sicherlich den Weg dorthin. Es geniesst Ihre Nähe, wenn Sie es im Babybjörn/Ergocarrier/Tragetuch tragen oder ab und zu aus dem Wagen nehmen und auf dem Arm halten.

Mobil sein macht gesund

Lassen Sie sich bei Ihren Freizeitaktivitäten nicht zu sehr vom Baby einschränken. Je nach Schlafrhythmus kann das Kind auch zu einem Restaurantbesuch mitgenommen werden. Dies ist zwar nicht so romantisch ist wie ein Tête-à-Tête – der Paarbeziehung tut dies aber vielleicht ganz gut, vor allem wenn den Eltern zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Heutzutage sind die Restaurants glücklicherweise rauchfrei und somit babyfreundlich. Trotzdem kann es auch sehr stressig sein, wenn das Baby über längere Zeit schreit und nicht wie gewohnt beruhigt werden kann – insbesondere wenn gerade das Menu serviert wird. Ist das Baby aber frisch gestillt, schläft tief und fest und ist das Restaurant zudem gleich um die Ecke, kann so ein Ausflug am Abend sehr gemütlich sein.

Das Wohl des Kindes im Auge behalten

Kleine Kinder sind sehr flexibel, solange ihre Bedürfnisse nach Nahrung, Schlaf und Nähe zu den Eltern gestillt werden. Allerdings sollten Sie genau so flexibel sein und das Restaurant, die sommerliche Grillparty oder die Vernissage verlassen, wenn sich das Baby nicht wohlfühlt. Nicht zu empfehlen sind laute Veranstaltungen wie Konzerte, Partys und Sportveranstaltungen. Einerseits weil der Lärm nicht gut ist für die Kinder ist und andererseits weil es Ihnen den Abend verderben könnte, wenn das Baby dann doch nicht schläft und Sie frühzeitig nach Hause müssen.

Welches sind Ihre Erfahrungen und vor allem persönlichen Tipps für solche Babyausflüge? Ich bin gespannt auf Ihre Ideen und Inputs!