In der Schwangerschaft hört man öfters den gut gemeinten Ratschlag „Geniesst noch die Zeit zu zweit“. Das soll nur ein Vorbote auf die kommende Zeit sein. Ein Hinweis auf die neuen Lebensumstände und die erste von vielen Phasen, die uns bevor stehen.

Unsere ersten Gedanken waren: Wie wird es wohl nach der Geburt sein, wenn der Nachwuchs erstmal hier ist? Ändert sich komplett alles? Werden wir noch Zeit als Paar finden? Aus unserem Umfeld hörten wir immer wieder, die Zeit zu zweit noch zu geniessen. Ungefähr nach dem fünften Mal, nachdem wir diesen Ratschlag gehört haben, kapitulierten wir. Okay, alles klar, unser Leben wird sich von Grund auf ändern, alles wird anders, nichts wird mehr sein wie vorher.

Weniger Schlaf, mehr Organisation

Und es kam nicht ganz so. Es ist noch einiges wie vorher. Mit dem grossen Unterschied, dass im Gegensatz zu früher, fast nichts mehr spontan unternommen werden kann. Heute Abend spontan ins Kino? Nein, Babysitter organisiert man frühzeitig. Ausgang? Zweimal überlegen, denn es ist, als ob man an einem Sonntagabend in den Ausgang gehen würde. Nicht ganz so unbeschwert und mit dem Wissen, morgen kann ich nicht ausschlafen. Nebst dem neuen Schlafrhythmus braucht es für alles mehr Organisation.

Ein Kommen und Gehen

Wenn dann das Baby da ist, erhält man einen weiteren Ratschlag mit auf den Weg: „Es ist nur eine Phase“. Ist es nicht die Hebamme, die den Ratschlag gibt, ist es bestimmt einer der vielen Ratgeber. Und ja, dieser Ratschlag hat was. Diese fünf Wörter wirken je nach Situation sehr beruhigend. Zum Beispiel in den ersten drei Monaten, wenn das Kleine Bauchschmerzen plagen und man es stundenlang mit dem sogenannten Fliegergriff durch die Wohnung schaukelt. Es ist nur eine Phase. Und ja, es ist so. Die Phasen kommen und gehen. Und nach jeder Phase ist man als Eltern wieder um eine Erfahrung reicher.