Nadine Bernhard arbeitet am Empfang der Hirslanden Klinik Belair in Schaffhausen. In ihrem Beitrag beschreibt sie, warum dieser Job so abwechslungsreich ist, viel Flexibilität erfordert, aber auch immer wieder grosse Freude bereitet.

Ich dachte mir, ich erzähle euch einmal, wie es einem bei der Arbeit am Klinikempfang der Klinik Belair so ergehen kann. Der Text ist frei erfunden, mit viel Humor aber irgendwie ist es wirklich so:

Ich wollte doch so pünktlich sein und trotzdem bin ich knapp, ziehe mich rasch um und flitze an den Empfang. Schon mein erster Blick zeigt, knapp kommen ist keine gute Idee… Mein Platz ist mit einem lieben, stets erreichbaren und sehr früh aufstehenden älteren Arzt besetzt, der schon auf mich wartet. Ob ich nicht rasch etwas für ihn schreiben könne. Am Kopierer steht eine perfekte Pflegerin, von der ich weiss, dass sie mit ganzem Herzen auf ihre lieben – manchmal auch weniger lieben – Patienten eingeht, und weiss wieder einmal nicht, wie das mit dem Kopieren geht… und die Hotellerie wollte mir noch sagen, dass Herr M. vom Zimmer 17 die NZZ am Morgen möchte, und die Pflege will Patient H. aus Zimmer 4 noch ans Fenster schieben. Selbstverständlich… sehr gerne. Luft holen und los!

Eine halbe Stunde später – ich bin gerade einen Moment alleine, öffnet sich die Tür und jemand betritt die Klinik, steht vor mich hin „Huber“… Ich möchte hinzufügen, dass es Montagmorgen ist, wir haben Eintritte für Augenpatienten, was immer sehr viel zu tun gibt, Eintritte stationärer Patienten, Anästhesie-Sprechstunde, dann kommen oft noch Vertreter, Arbeiter etc. und meist verläuft sich auch noch Patient aus der Praxis neben der Klinik in unser Haus. Also meine Antwort; „Ja, ähm… Entschuldigung… sind Sie Herr Huber?“ Denn in so einem Moment kann es nur falsch sein, wenn ich jetzt frage, wo er hin muss, dann heisst das für ihn, ich habe keine Ahnung von meinem Geschäft! Also versuche ich, auf allen Listen irgendwo herauszufinden, wo dieser liebe Herr hin muss, natürlich möglichst unauffällig. So schiele ich auf alle Listen, finde aber keinen Herrn Huber… verflixt, ist das peinlich!! „Nein, ich möchte Herrn Huber besuchen!“ – Na ja ich weiss ja, dass noch keine Besuchszeit ist, aber da das Telefon schon wieder klingelt, die Belegungsliste noch nicht aktualisiert ist und die Abteilung noch unbedingt Etiketten braucht… „Zimmer 4, er wurde gerade ans Fenster verlegt… wenn Sie gleich da den Gang links runter laufen“ Juhuiii gewonnen!! Telefon abnehmen, verbinden… weiter!

Einer unserer lieben Putzengel schleicht um den Empfang. Ich: „Kann ich dir helfen?“ Sie: „Möchtest du einen Kaffee??“ Und dann wird mir klar „Ja!“ – ich liebe diesen Job und ich finde es super mit allen meinen Kolleginnen und Kollegen zusammen zu arbeiten. Es ist toll, wenn ich ihnen helfen kann, und genial, wie sie mich alle dabei unterstützen. Ein Dankeschön auf diesem Wege, eine super Zeit und bis bald am Empfang!

Autorin: Nadine Bernhard,  Mitarbeiterin Administration, Klinik Belair, Schaffhausen