Anna Ziegler arbeitet seit August 2011 bei Hirslanden Bern im Salem-Spital. Seit 2014 ist sie als Pflegeexpertin tätig und hat so mit den Pflegeabteilungen aller drei Hirslanden Kliniken in Bern zu tun. Ich habe sie nach einem internen Weiterbildungskurs, für den sie extra von Bern nach Zürich in die Klinik Hirslanden gefahren ist, getroffen und ihr ein paar Fragen zu ihrem beruflichen Werdegang in der Pflege und ihrer Ausbildung gestellt. Sie hat schon viele spannende Momente und eine intensive Zeit bei Hirslanden und ihrem Bachelor- und Masterstudium erlebt. Bei Hirslanden erkannte sie, welch grosser Wert auf die Pflegequalität gelegt wird und dass sie sich diesem wichtigen Thema verstärkt widmen möchte.

Was gefällt dir am Arbeitgeber Hirslanden? Was könnte noch verbessert werden?

Anna Ziegler: Mir gefallen die spannenden Projekte und die hohe Dynamik, die auch dadurch entsteht, dass ich mit mehreren Kliniken zu tun habe (Salem-Spital, Klinik Permanence und Beau-Site). Dabei arbeite ich sehr selbstständig, was auch ein grosses Plus ist. Insgesamt sind die Möglichkeiten, die mir meine Arbeit bietet, sehr vielfältig.

Verbesserungswürdig ist meiner Meinung nach das Ansehen der Pflege. Ich finde es wichtig, zu erkennen, wie professionell wir auch in der Pflege aufgestellt sind. Oft sind wir gegen aussen hauptsächlich über die Ärzteschaft definiert. Es ist nun an der Zeit, auch ein Licht auf unsere sehr professionelle Pflege zu werfen. Wichtig hierbei ist sicher, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, zum Beispiel durch das Publizieren fachspezifischer Themen an Kongressen oder in Fachzeitschriften.

Beschreibe deine Aufgaben in wenigen Sätzen.

Anna Ziegler: Ich stelle, zusammen mit meiner Kollegin Esther Näf, die Pflegeentwicklung bei Hirslanden Bern nach dem Best-Practice-Ansatz sicher. Das bedeutet eine sogenannte evidenzbasierte Pflege (Evidence Based Nursing), die gemäss dem „Plan-Do-Check-Act-Zyklus“ erfolgt. Ich erhebe gemeinsam mit den Fachverantwortlichen Pflege auf den Abteilungen regelmässig den Ist-Zustand der Pflegequalität, vergleiche ihn mit den gesetzten Zielen und leite bei Bedarf Massnahmen ein.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Anna Ziegler: Mein Arbeitstag ist nur von wenig Routine gekennzeichnet. Jeder Wochentag ist anders. Montags bin ich in der Klinik Permanence, wo ich das Pflegepersonal in der Praxis begleite und in der Arbeitsgruppe „Schmerz“ mitwirke. Dienstags habe ich Fixtermine im Team und mittwochs und donnerstags bin ich auf den Abteilungen im Salem-Spital oder auf Tagungen mit den Fachverantwortlichen der Pflege. Generell bin ich für die Pflegefachpersonen zur Stelle, wenn sie Fragen zu fachlichen Problemstellungen haben. Fragen aus der Praxis behandle ich immer prioritär, insbesondere wenn sie direkt Patienten betreffen. Das heisst, dass ich beispielsweise bei speziellen Fällen ins Team gehe, um den Fall zu besprechen und eine Lösung zu finden.

Wie gefällt dir deine jetzige Funktion als Pflegeexpertin? Was macht dir bei deinem Job am meisten Spass?

Anna Ziegler: Meine Stelle gefällt mir sehr gut, denn sie bietet mir ein grosses Feld, um mich zu vertiefen. Ich lerne neue Fachbereiche der Pflege wie beispielsweise die Maternité, die Dialyse und die IMCU kennen. Aber auch ausserhalb der Pflege existieren Schnittstellen, so dass ich beispielsweise Einblicke in die Arbeit der Apotheke oder des Marketings erhalte. Interessant und abwechslungsreich ist zudem die Arbeit für mehrere Kliniken.

Letztlich gefällt es mir, Projekte über eine längere Zeit begleiten zu dürfen und die Entwicklung von Prozessen mitzugestalten, sei es bei den Patienten oder bei den Pflegenden. Ein gutes Beispiel dafür war das Projekt Pflegediagnose vom letzten Jahr. Da war ich fast von Anfang an dabei und habe geholfen, die Schulungen für die Pflegenden auszuarbeiten und schliesslich auch umzusetzen.

Du arbeitest seit August 2011 bei Hirslanden und hast in der Zeit viele Veränderungen in deiner Beschäftigung erlebt. Wie waren diese Jahre für dich?

Anna Ziegler: Die Zeit war von vielen Entwicklungen geprägt, einerseits bei Hirslanden, andererseits aber auch bei mir selbst auf Grund des Bachelor- und Masterstudiums. Während meines Bachelors nahm ich die Funktion als Fachverantwortliche Pflege im Salem-Spital wahr. Hier hatte ich den ersten näheren Kontakt mit Qualitätsentwicklungs-Prozessen in der Pflege. Diese Berührungspunkte motivierten mich dazu, an Veränderungen mitzuwirken. In der Zeit schloss ich schliesslich auch meinen Bachelor of Science in Nursing ab.

Anschliessend begann ich einen konsekutiven Master, während ich noch bei Hirslanden im Pflegepool angestellt war. Gleichzeitig war ich wissenschaftliche Assistentin an der Berner Fachhochschule, in der Abteilung für angewandte Forschung und Entwicklung. Im Februar 2014 schloss ich schliesslich den Master of Science in Nursing ab und arbeite seither als Pflegeexpertin bei Hirslanden Bern.

Wolltest du schon immer im Gesundheitswesen arbeiten? Oder wie bist du auf diesen Karriereweg gekommen?

Anna Ziegler: Nach der Matura war mir klar, dass ich irgendetwas machen wollte, bei dem ich mit Menschen arbeiten kann. Ich wusste jedoch noch nicht genau, in welche Richtung ich hierfür gehen sollte. Deshalb absolvierte ich zwei Praktika, eines in der Pflege und das andere in einem Kinderheim. Anschliessend lebte ich ein Jahr in New York als Nanny. Während dieser Zeit traf ich die Entscheidung, Pflegefachfrau zu werden.

Was hat dich letztlich zu Hirslanden geführt?

Anna Ziegler: Das Abschlusspraktikum im Rahmen meiner Grundausbildung zur Pflegefachfrau DNII/HF im Salem-Spital hat mir gut gefallen. Bereits damals habe ich gesehen, dass die Pflegequalität bei Hirslanden einen hohen Stellenwert hat. Deshalb bin ich letztlich auch wieder zu Hirslanden zurückgekommen.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Informationen über Hirslanden als Arbeitgeber und offene Stellen finden Sie unter Jobs und Karriere.