Männer hinken den Frauen in puncto Gesundheitsbewusstsein wortwörtlich hinterher. Trotzdem wächst auch bei ihnen der Wunsch nach Gesundheit, geistiger Leistungsfähigkeit, Unabhängigkeit und einem erfüllten Liebesleben bis ins hohe Alter. In den letzten Jahrzehnten wurde deshalb viel über die Gesundheit des Mannes geforscht. Beratungen zum Thema „Good-Aging“ bzw. „Male-Aging“ haben sich etabliert und behandeln Themen wie Krankheitsprävention, Ernährung und Sport.

Bereits 1797 veröffentlichte der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836) mit seinem Buch «Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern» ein erstes Werk zur Prävention (Verhinderung) von Krankheiten. Interessant, dass das Aufklärungsbuch seine Leser bereits vor über 200 Jahren über Aspekte informierte, die noch heute von Bedeutung sind: die Selbstwahrnehmung und das Verhältnis zum eigenen Körper.

Ein paar allgemeine Empfehlungen zu Good-Aging und Prävention

Der Gesundheit zuträglich sind eine ausgewogene Ernährung und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper. Letzterer ist sogar der Schlüssel zum glücklichen Älterwerden, dem „Good-Aging“. In den vergangenen Jahren hat sich eine ganze Reihe von Wissenschaften mit dem Thema des gesunden Alterns beschäftigt. Die Resultate dieser Forschung lassen sich auf wenige, aber wesentliche Punkte zusammenfassen. Wer diese beherzt, macht vieles richtig:

  • Verzicht auf Nikotin
  • Beachtung des BMI (Body Mass Index)
  • Möglichst tägliche und ausreichende Bewegung (seinen Fähigkeiten angepasster Sport)
  • Positive Lebenseinstellung und ausreichende Selbstfürsorge
  • Adäquates Stressmanagement

Male-Aging: Auch die Medizin kann helfen

Um viele neue Erkenntnisse bereichert wird das Thema in den letzten Jahren auch von der Medizin. Einige Institutionen bieten inzwischen Beratungen zum „Good Aging“ an, in welchen sie über Krankheitsprävention und Ernährung aufklären und individuelle Sportprogramme zusammenstellen. Viele Spezialisten, wie z.B. Kardiologen oder Urologen, bieten Interessierten Checkup-Untersuchungen an. In der Urologie sind dies beispielsweise die Vorsorgeuntersuchung (Prostatakrebsvorsorge) und eine Bestimmung des Hormonstatus’ sowie „Aging Male“-Beratungen.

Das Zuführen von Testosteron, dem männlichen Sexualhormon, kann ohne Frage die Lebensqualität vieler Männer steigern, unter anderem, indem es das Wohlbefinden verbessert und die sexuelle Leistungsfähigkeit erhöht. Diese medizinische Massnahme birgt jedoch auch Risiken und sollte deshalb fachärztlich begleitet werden.

Die richtige Einstellung macht’s

Wesentlich fürs gesunde Altern ist die Lebenseinstellung. Zuversicht, Hoffnung, Vertrauen und vor allem positive Emotionen unterstützen den wünschenswerten Prozess. Wer an sich arbeitet, kann an seiner Lebenseinstellung viel zum Positiven hin verändern. Die Resultate vieler Untersuchungen zeigen eindeutig, dass gesund gealterte Personen eher bereit sind, sich sozial zu engagieren und sportlich aktiv zu bleiben. So legt die lebensbejahende Grundeinstellung also nicht nur den Grundstein für das gesunde geistige, sondern auch für das körperliche Altern.